Plexusanästhesie

Plexus ist die Bezeichnung für ein Nervengeflecht. Hier ist ein Geflecht gemeint, das sich von der Halswirbelsäule bis in den Oberarm, und die weiterführenden Nervenbahnen bis in die Hand hineinzieht. Eine Betäubung dieses Geflechts mit dem Ziel der völligen Ausschaltung der Schmerzempfindung im gesamten Arm kann an verschiedenen Stellen erfolgen.

Die meisten dieser Stellen, beispielsweise am Hals oder unter dem Schlüsselbein, sind aufgrund spezieller Einsatzgebiete und Komplikationsmöglichkeiten dem Krankenhaus vorbehalten. In der ambulanten Anästhesie wird der Plexus in der Regel von der Achselhöhle aus betäubt.

Um das Nervengeflecht im Gewebe des Armes zu finden, verwendet der Anästhesist einen sogenannten Nervenstimulator. Er wird mit der Injektionsnadel verbunden und sendet schwache elektrische Impulse aus. Diese Impulse stimulieren die zu betäubenden Nerven und lösen so unwillkürliche Muskelbewegungen im Arm- bzw. Handbereich aus, die die richtige Lage der Injektionsnadel anzeigen. Durch die Art dieser Bewegung kann der Nerv identifiziert und betäubt werden. Die Wirkung setzt nach etwa 10 bis 30 Minuten ein und hält je nach Medikament, Menge und Technik 2 bis 12 Stunden an.

Nach der Operation:
Sie werden von uns und unserem Team im Aufwachraum betreut, bevor wir Sie in Begleitung nach Hause entlassen. Dies ist in aller Regel schon wenige Stunden nach ambulanten Eingriffen möglich. Im Aufwachraum dürfen Sie in Abhängigkeit des durchgeführten Eingriffes normalerweise schon etwas trinken und ein paar Kekse essen. Zu Hause ist je nach Absprache normal essen und trinken möglich. Im Anschluss an die Operation benötigen Sie eine Begleitperson, möglichst mit eigenem Pkw, sonst per Taxi, die sich nach der Operation um Sie kümmert und auch noch bis zum nächsten Morgen in Ihrer unmittelbaren Nähe ist. Dies ist wichtig und Bedingung für die Durchführung Ihrer ambulanten Operation.

24 Stunden nach einer Narkose dürfen Sie keinen Alkohol trinken, Fahrzeuge führen, Maschinen bedienen oder Verträge unterschreiben. Sie sind in dieser Zeit rechtlich weder verkehrstüchtig, noch geschäftsfähig.